Kupfer und Zink
Die Elemente Kupfer und Zink sind sogenannte essentielle Spurenelemente. Dies bedeutet, daß der menschliche Körper ein gewisses Maß an Kupfer und Zink aufnehmen muß. Ist dies nicht der Fall, ergeben sich Mangelerscheinungen. Auf der anderen Seite ist ein Zuviel insbesondere von Kupfer für Kleinkinder schädlich. Kupfergehalte ab 3 mg/l Trinkwasser stehen in dem Verdacht, bei ungestillten Säuglingen Leberzirrhose zu verursachen. Trinkwasser sollte demnach geringe Gehalte an Kupfer oder Zink aufweisen (zwischen 0,01 und 0,1 mg/l). Die Wasserwerke liefern in aller Regel ein Wasser, welches diesen Ansprüchen genügt. Aufgrund des Leitungsnetzes im Haus können, je nach Wasserqualität, erhebliche Mengen an Kupfer in den ersten Jahren nach Neuinstallation in das Trinkwasser übergehen. Spitzenwerte bis zu 5 mg/l sind möglich. Meist reduziert sich dieser Wert innerhalb der ersten zwei Jahre sehr deutlich.
Zink wirkt erst in sehr hohen Konzentrationen toxisch. Gehalte ab 30 mg/l können zu Übelkeit und Erbrechen führen. Desweiteren stört Zink die Zink-/Kupferresorption, wodurch ein Kupfermangel entstehen kann. Solch hohe Gehalte kommen jedoch im Trinkwasser äußerst selten vor. Die Gründe für den Richtwert in der Trinkwasserverordnung von 5 mg/l sind deshalb in erster Linie Geschmacksbeeinträchtigungen und Trübungen.